Laufen für die Deutsche KinderKrebshilfe

Training im Sommer – Der Effekt von Wasser auf deine Leistungsfähigkeit Marius, 07.07.2015

Wart ihr letzte Woche laufen? Oder war es euch wie mir viel zu heiß für alles, was nicht “in der Sonne chillen und kühle Getränke genießen” hieß?

Wenn man sich jedoch ernsthaft auf einen Wettkampf vorbereiten möchte (So wie zum Beispiel den Lousberg-Lauf jetzt Donnerstag in Aachen), dann kann man sich eigentlich nicht vom Wetter vorschreiben lassen, ob man trainiert oder nicht. Ein Aspekt, der vor allem beim Training im Sommer wichtig ist, möchte ich nun in den nächsten paar Zeilen näher beleuchten:

Vor allem bei Temperaturen über 30°C gilt: Saufen, Saufen, Saufen. Nein okay, vielleicht nicht so wie ihr denkt. Ich meine hier nur das Trinken von Wasser in rauen Mengen. 2-3 Liter sollte man so oder so am Tag trinken, um den Wasserbedarf des Körpers zu decken. Bei so einem Wetter wie letzte Woche in Deutschland, kann man aber gut noch mal die gleiche Menge oben drauf legen. Letzten Dienstag beim Ultimate Frisbee Training habe ich locker noch mal 2 Liter in 1,5 Std getrunken. Als ich nach Hause kam, hatte ich trotzdem noch so einen Durst, dass ich bestimmt noch mal einen Liter hinterher gekippt habe. Zu viel Trinken kann man also fast nicht, bei solchen Temperaturen.

Zu wenig Wasser im Körper – auch Dehydration genannt – kann dazu führen, dass der Körper seine Fähigkeit zum Schwitzen verliert und damit sich die Körpertemperatur erhöhen kann. Wenn kein Wasser mehr da ist, was der Körper entbehren kann, dann kann er auch nicht mehr Schwitzen, so einfach ist das. Forscher gehen davon aus, dass sich die Körpertemperatur pro 1% verlorenem Körpergewicht durch Wasser um ca. 0,4°C erhöht.

Es gibt aber noch einen weiteren Grund warum der Körper erhitzt, wenn ihm zu wenig Wasser zu Verfügung steht: Die Menge an Wasser bestimmt auch die Menge des Blutes. Irgendwas muss diese Flüssigkeit ja auch “flüssig” machen. Wenn jetzt durch das viele Schwitzen und wenige Trinken die Menge des Blutes im Körper verringert wird, so muss sich der Körper entscheiden wofür er dieses Blut einsetzt. Beim Training hat das Blut vor allem zwei Aufgaben. Erstens muss es neuen Sauerstoff von der Lunge abholen und zu den Muskeln bringen. Zweitens wird es vom Körper zur Hautoberfläche transportiert um dort Wärme abzugeben. Naja und wenn jetzt die Menge des Blutes knapp wird, dann kann man sich glaube ich denken, wofür sich der Körper dann bei Muskelarbeit entscheidet.

Es gibt ein ganz interessantes Experiment, wo Forscher versucht haben, nachzuvollziehen, was in dem Körper von z.B. Lance Armstrong abgeht, wenn er mal wieder ein Bergetappe wie nach Alpes d’Huez bei der Tour de France hochsprintet (Im Idealfall ohne EPO). Sie haben heraus gefunden, dass nur 23% seiner Energie aufgewendet wurde, um die Muskeln anzutreiben. Der Rest wurde aufgewendet um seinen Körper herunterzukühlen. Das ist schon erschreckend genug und man man muss diesen Umstand ja nicht noch schlimmer machen, dadurch, dass man dem Körper seine Fähigkeit zu Schwitzen nimmt.

Und noch eine wichtige Sache zum Schluss: Durst funktioniert nicht immer als Indikator für die richtige Flüssigkeitszufuhr. Haltet euch lieber wirklich an objektive Mengenangaben als euer subjektives Gefühl.

Takeaway für Heute:

  • Trinken
  • viel Trinken
  • noch mehr Trinken

Jaja, Ich weiß es war etwas ruhig um uns in letzter Zeit. Wir hatten viel um die Ohren mit unserem Studium. Wir geloben aber Besserung, versprochen 😉

Wer mehr zu dem heutigen Thema erfahren will, der findet hier einen ausführlicheren Text zu dem Thema.