Laufen für die Deutsche KinderKrebshilfe

Jetzt ohne Technik: Nicht mehr dem GPS hinterherlaufen! Leo, 26.07.2015

Wie Ihr unschwer merken konntet, hat uns die Klausurphase fest im Griff und es bleibt kaum Zeit abseits des Schreibtisches, um auch nur irgendetwas anderes zu schaffen. Immerhin lässt sich Abends und Nachts noch die eine oder andere Stunde finden, um zumindest im Trainingsplan nicht zurückzufallen und so bleiben wir auf Kurs, was den Oktober angeht.

Gerade letzte Woche, als ich mich nach einem Tag über den Büchern zu einer Runde durch das Freiburger Umland aufmachen wollte, gab meine GPS-Uhr den Geist auf. Das hat mich natürlich erstmal ziemlich geärgert, da ich jetzt meine Zeit nicht mehr wirklich gut im Blick haben konnte. Ziemlich bald kam ich aber doch ganz gut zurecht und habe mich seither bewusst gegen die GPS-Zeitmessung entschieden.

Ganz analog…

Warum? Ganz einfach, wenn sich die Belastung so vielfältig verändert (Temperatur, Sonneneinstrahlung, Regen, Wind usw.) und auch die Beanspruchung nicht konstant bleibt (Hydratation, Müdigkeit – im Moment sehr relevant, haha -, Temperaturadaptation, uvm.), ist auch die erzielbare Leistung anders. Anstatt also einer bestimmten Zeit „nachzulaufen“, bin ich jetzt wieder häufiger „ohne Technik“ unterwegs. Ich war schnell davon überzeugt, dass man auf diese Weise weniger in das Über-, als auch das Untertraining gerät und gerade gestern habe ich mal die Probe auf’s Exempel gemacht und wieder die Zeit genommen, ohne dass ich sie während des Trainings hätte sehen können. Siehe da, nach Gefühl gelaufen war ich einige Minuten schneller (!), als ich es noch vor einer Woche mit GPS-Kontrolle angepeilt hätte.

…und trotzdem gut?

Heute zwar ohne wissenschaftlichen Beleg und physiologische Erklärung, dafür aber mit einer Erfahrung aus dem Alltag, bin ich der Meinung, dass man ganz ohne technische Unterstützung, sondern mit dem eigenen Empfinden ein wirklich gutes und progressives Training auf die Beine stellen kann. Genial ist, dass sich dieses dann ganz „von selbst“ an die Tagesform anpasst und stets einen Trainingsreiz liefern kann, wenn man in den beanspruchenden Bereich hineinläuft. Voraussetzung ist natürlich, dass man sich nicht allzu sehr selbst bescheisst – denn die Kontrolle ist natürlich indirekter, da erst Zuhause der Blick auf die Uhr verrät, wie sehr man sich hat gehen lassen 😉
Ich werde es in der nächsten Zeit jedenfalls weiter ohne GPS versuchen und beobachten, wohin mich das führt! Ist übrigens auch mal ganz angenehm, nicht so viel Kram mit sich herumzuschleppen: Stirnlampe, Handy, Kopfhörer, Brustgurt und GPS-Uhr haben wohl kaum noch etwas mit puristischem Laufsport zutun 😉

Wie macht Ihr das mit der Zeit-/Geschwindigkeitsmessung? Seid Ihr eher Verfechter der Technik, oder verlasst Ihr Euch ganz auf Euer Gespür? Wir freuen uns über Rückmeldungen!

Wir sind übrigens weiterhin im Tritt und haben den Köln-Marathon fest im Blick! Gisbert und ich sind jetzt schon angemeldet!