Laufen für die Deutsche KinderKrebshilfe

Hamburg du Schöne! Gisbert, 04.09.2015


(Zur Einstimmung bitte folgendes Lied bei Spotify anhören: 187er Strassenbande – Hamburg)

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Eigentlich wollten wir ja einen Vorbericht schreiben und eigentlich sollte ein Nachbericht auch etwas früher fertig gestellt werden. Uns sind da ein paar Sachen dazwischen gekommen – zunächst mal Hamburg, dann wurde Gisbert ein Jahr älter und musste dann seine Schwester verabschieden. Wir hoffen ihr entschuldigt die Verspätung.

Unsere Kaperfahrt begann schon am Donnerstag als Gisbert nach Recklinghausen zu Leo gefahren ist. Nach einer gemütlichen 18 km Runde durch Recklinghausen am Abend waren Herr Benning und Herr Teepe einigermaßen guter Dinge, dass am Sonntag einer neuen Bestzeit nichts im Wege stehen sollte. Nach einer entspannten Autofahrt kamen wir auch gegen neun in der Hansestadt an. Dann Schlüssel organisieren, Pizza kaufen, Bier holen. Die Wohnung von Gisberts Cousine ist von der Lage und von der Art so, dass Leo und Gisbert ihre Pläne für eine gemeinsame Penthouse-Herren-WG in Köln nochmals überdacht haben und gegen einen Schanzen-Altbau-Herren-WG-Traum eingetauscht haben. Die Wohnung liegt quasi in Rufweite der Flora und ist trotzdem verhältnismäßig ruhig und entspannt gelegen. Dann noch die exquisite und sehr stilsichere Einrichtung – kurz und knapp – wir waren verliebt. An dieser Stelle deswegen ein riesen Danke an dich Bell für eine Herberge, die besser nicht hätte sein können! Dann kam Arne (Gisberts Cousin) noch vorbei und die Sause konnte so richtig losgehen. Erst Schanze, dann Kiez und geendet (im wahrsten Sinne des Wortes) sind wir dann im Wagenbau. Gisbert hat obligatorischer Weise wieder die halbe Stadt angequatscht und wir haben viele nette Menschen kennengelernt! Wie ihr seht ändern sich manche Sachen nicht, so wurde Leo konsequent wie immer für einen Juristen gehalten und Arne der jüngste wurde als Ältester geschätzt! Die Musik im Wagenbau war super, die Stimmung spitze und als wir dann ins Freie traten waren wir etwas verblüfft wie hell es schon war. Natürlich durfte der obligatorische Schanzendöner nicht fehlen aber Fleisch, welches schon seit dem Morgen des Vortages am Grill hängt, ist wirklich nicht das Leckerste was es so auf der Welt gibt. Im Gegensatz dazu war das Frühstück in der Schanze dann wirklich nicht von schlechten Eltern. Leo und Gisbert konnten ihrer Lieblingsbeschäftigung – Leute beobachten – mal wieder so richtig nachgehen. Im Hamburg gibt es wirklich eine Menge zu sehen.

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Abends wollten wir es eigentlich ruhig angehen lassen aber diese Stadt zieht uns einfach immer in ihren Bann. Vier Kneipen und ein Open-Air-Konzert später lagen wir dann im Bett und hatten etwas Angst vor den 21 km die am kommenden Tag vor uns lagen. Als Leo und Gisbert nach dem Aufwachen im Bett lagen, stellten sie eine Liste mit Dingen auf für die sie an diesem Tag gut ausführen könnten. Den vorletzten Platz belegte einen Halbmarathonlauf laufen, direkt gefolgt von dem absolut undenkbarsten, eine Klausur schreiben. Da mussten wir dann aber durch. Also ab in die U-Bahn und raus nach Blankenese.

Beim Weg zum Start merkte Gisbert wie „der Drache geweckt“ wurde. Der Ehrgeiz packte ihn wieder und für die ersten sechs Kilometer dachte er, er könnte seine gewohnte Geschwindigkeit laufen. Die verbleibenden 16 Kilometer waren dann nur noch ein Kämpfen mit jedem Schritt. Das lag auch daran, dass wir uns für den „Fanatic“-Halbmarathon entschieden hatten. Dieser beinhaltete nicht nur Treppen und ziemlich viele Höhenmeter (man glaubt es kaum im hohen Norden) sondern auch unterschiedlich beschaffene Böden und andere erschwerende Bedingungen!

Leo konnte die Strecke etwas mehr genießen als dem durch seinen Anfangssprint geschwächten Gisbert. Diese war nämlich ausgesprochen schön. So lief man immer mal wieder für längere Zeit an der Elbe entlang, durchstreifte ausschweifende Parkanlagen mit grünen Seen und durfte die schönsten Häuser/ Villen die Hamburg so zu bieten hat bewundern. Dazu kam noch ein teils typisches Hamburger Wetter (sprich: Regen), das für eine Abkühlung sorgte und gelegentlicher schien angenehm die Sonne. Die Straßen waren voll von Leuten, die alle lautstark anfeuerten. Alles in allem eine wirklich wunderschöne Strecke!

Nach drei Tagen und 21 km zusammen, waren wir am Sonntag ziemlich fertig und die Zeit war auch nicht wirklich so, wie wir uns sie vorgestellt hatten. Leo Zeit war eine 1:49:00 und Gisbert ist eine 1:41:41 gelaufen. Den Rückweg mussten wir dann getrennt antreten, Leo nach Recklinghausen und Gisbert nach Göttingen. Alles in allem war das Wochenende mal wieder der absolute Hammer. Sportlich gesehen vielleicht nicht der größte Erfolg aber gelohnt hat es sich allemal und wir kommen nächstes Jahr sicher wieder!