Laufen für die Deutsche KinderKrebshilfe

Boa geht´s mir gut – wem kann ich hier helfen? Gisbert, 03.08.2015

Das Semester ist vorbei, die Klausuren geschrieben und Wilhelm Senior (also sprich Papa) liest die letzte Korrektur meiner Bachelorarbeit. Ein Ende ist also endlich in Sicht und ich fühle mich ein bisschen wie das Monster auf dem Bild. Hoffentlich sehe ich nicht ganz so verstörend aus. Nun ja die Sonne scheint, Leo kommt mich bald besuchen und Alles in Allem sind das Gründe sich richtig gut zu fühlen. Sich gut zu fühlen oder zufrieden zu sein, hängt mit einem Thema zusammen, dass ich schon länger mal aufgreifen wollte. Es handelt sich hierbei um das Feel Good – Do Good Phänomen.

Die Forschung zu diesem Thema begann schon 1966 damit, das Berkowitz und Connor herausfanden, dass es eine Beziehung zwischen dem rückgemeldeten Erfolg und helfendem Verhalten gab, wenn der Nutznießer abhängig von Gegenstand der Aufgabe war. Etwas später konnte festgestellt werden, dass diese Verbindung auch bei natürlichen, nicht aufwendigen und kostengünstigen behavioralen Verhaltensmustern zu finden war (Isen, 1970). Die Annahme lautete das eine wichtige Determinante für das gezeigte Hilfsverhalten, die positive affektive Stimmung des Helfers sein. Schon früher zeigten Studien, die sich zwar nicht spezifisch auf die Veränderung von internalen Stimmungen konzentrierten, einen Einfluss von Stimmungsveränderungen auf das Hilfsverhalten (Berkowitz, Connor, 1966). Alle diese Studien hatten gemein, dass sie die Stimmung über die Rückmeldung von Erfolg oder Misserfolg manipulierten. Unterschiedliche Studien konnten dann später zeigen, dass es einen generellen Zusammenhang zwischen Stimmung (die nicht ausschließlich durch Erfolg/ Misserfolg manipuliert wurde) und gezeigtem Hilfeverhalten gibt. Es gibt in diesem Zusammenhang viele unterschiedliche Operationalisierungen (Operationalisierung = Art und Weise wie man ein Konstrukt messbar macht). Exemplarisch, werde ich dies an dem Experiment von Isen und Levin (1972) zeigen. Dieses lief unter dem Titel: Cookies and Kindness (der Titel alleine macht schon Laune). In der Studie bekam eine Gruppe von Studenten während des Lernens in der Bibliothek Kekse zu essen, die Kontrollgruppe bekam keine Kekse. Nun gab es zwei unterschiedliche Aufgaben. Die Versuchspersonen sollten entweder einer anderen Person helfen oder sie ablenken (was als negatives Verhalten notiert war). Die Personen die einen Keks bekamen, erklärten sich signifikant häufiger freiwillig dazu bereit zu helfen und seltener dazu bereit jemanden abzulenken. Es folgten viele Studien, die auf unterschiedliche Weise zu gleichen Ergebnissen kamen.

Es kann also festgehalten werden, dass wenn ihr gute Laune habt, ihr eher Gutes tut. Mir fällt leider gerade nicht so richtig etwas ein was euch gute Laune machen könnte. Außer ihr macht einen kleinen Nachtabstecher ins Freibad aber das ist ja bekanntlich nicht erlaubt ;). Schreibt uns doch mal einen Kommentar unter den Post, was euch so richtig glücklich macht! Vielleicht denkt ihr das nächste Mal wenn ihr so richtig gute Laune habt an diesen Post, besucht unsere Seite und werft Blick in die rechte Spalte auf der Website. Da kann man ganz einfach was Gutes tun ;)!

Mit (jetzt) guter Laune der Post ist fertig geschrieben und bis gerade hatte ich noch netten Besuch von Ines, Selina, Jule und Luca, tue ich mir jetzt mal was Gutes und gehe etwas früher ins Bett. Nächsten Montag verraten ich euch dann, was eine gezuckerte Limonade mit Selbstkontrolle zu tun hat. Bis dahin wünsche ich die allerbeste Laune!